Beats und Veränderungen im EEG

Kurze Einwirkung bringt bereits Wirkung

In dieser Studie wurden Binaural Beats jeweils eine Minute angewandt. Ich hätte vermutet, in dieser kurzen Zeit kann sich das Gehirn nicht an Schwingungsänderungen gewöhnen und einschwingen. Dennoch wurde bereits der starke Einfluss der Beta-Schwingungen spürbar: Mit Einsetzen des Beta-Rhythmus (dem Denkmodus) reduziert sich die Alpha-Aktivität (der Spür-/Fühlmodus).

„Eine neuere Studie, in der diese Effekte im Alpha- und Beta-Bereich untersucht wurden, ergab keine signifikanten Veränderungen. Vernon und Kollegen wendeten binaurale Beats in den Frequenzbereichen Alpha (10 Hz) und Beta (20 Hz) für eine Minute Dauer über zehn Versuche an, um zu untersuchen, ob eine frequenzfolgende Reaktion (FFR) auf diese Frequenzen in zwei getrennten Teilnehmergruppen ausgelöst werden kann.

Jeder Versuch wurde mit einem reinen Ton bei 400 Hz unterbrochen, während das EEG in der linken und rechten Schläfenregion aufgezeichnet wurde. Die Autoren beobachteten eine leichte Abnahme der Amplituden der Ruhe-Basislinie für beide Beat-Frequenzen, sowohl vor als auch nach dem Training und während der experimentellen Sitzung, und die Teilnehmer zeigten eine geringere Alpha-Aktivität während der binauralen Beat-On-Phase im Vergleich zur Off-Phase (36).“ (Chaieb u.a. 2015, übersetzt)