Stimulation des Gehirns mittels Sinustönen

Ich beschäftige mich seit Jahren mit dem, was man heute ‚Auditory beat stimulation‘ (ABS) nennt. In den 1980er Jahren begann Robert A. Monroe das Produkt „HemiSync“ zu entwickeln. Mittels unterschiedlicher Sinus-Töne, die über Kopfhörer den Ohren ‚eingespielt‘ wurden, entstand etwas, das Monroe als das Synchronisieren der Gehirnhälften deutete. Ich habe bereits in den 1980er Jahren mit HemiSync-Tonbändern geübt und war der Meinung, dass es interessante Zusammenhänge zwischen den Wirkungen der Töne auf das Gehirn und Meditationserfahrungen gab.

Es gibt eine ganze Reihe von Versuchen, die Auswirkungen von Tönen auf das Gemüt in ein Geschäftsmodell umzusetzen. So werden einzelne mp3-files mit Wirkungen wie Marihuana, Kokain oder ähnlichem beworben. Das halte ich für Unsinn. Immerhin, ich habe diese files ausprobiert und bin dadurch zu der Idee gekommen, eigene files zu machen und damit zu üben, ohne Sensationen zu suchen.

Ich meditiere seit meiner Pubertät, das ist nun schon seit etwa 50 Jahren, und arbeite täglich damit, wie unsere moderne Medienwelt uns mit Informationen flutet und wie sich diese Flut auf meine tägliches Meditieren auswirkt. Natürlich spiegelt sich diese allgegenwärtige Unruhe in dem Erleben wieder und natürlich ist es extrem hilfreich, sich regelmäßig dieser Unruhe zu entziehen und in einem geschützten Rahmen (Rückzug, Retreat) zu sein.

Um sich vor dieser Unruhe und ihren Wirkungen zu schützen, bedarf es der Übung. Tägliche Praxis auf dem Meditationskissen (zum ‚Entlüften‘ und um dem inneren Kompass den Raum zu geben, sich zu orientieren).

Nachdem mir die Wirkung äußerer Einflüsse so klar ist, suche ich auch nach Möglichkeiten, diese Einflüsse auch in eine andere Richtung zu nützen. Abschnitte dieser Suche möchte ich in dieser Site darstellen. Dies ist ein Lernprotokoll und ich zitiere darin auch verarbeitete Literatur. Wer das nachlesen will, mag sich an der Literaturliste orientieren.